Verfasst von #cbelz2.

Der Kaminbrand:

Sobald es im Herbst wieder langsam kälter draußen wird, ist er wieder voll gefragt: der Kamin.
Das Kaminfeuer sorgt im Wohnzimmer für gemütliche Stunden und behagliche Temperaturen.
Doch wenn der Kamin brennt, wird es richtig gefährlich.

Was ist ein Kaminbrand?

Bei einem Kaminbrand brennt der im Kamin anhaftende Ruß.

Teer und Ruß sind unverbrannte Kohlenwasserstoffe die sich auf der Kaminwand als trockene, spröde Glanzrußschichten oder als Schmierruß ablagern.

Diese Rußablagerungen entstehen bei unvollständigen Verbrennungen von Holz oder Kohle.

Grund für eine unvollständige Verbrennung sind zu niedrige Verbrennungstemperaturen meistens ausgelöst durch zu geringe Sauerstoffkonzentrationen im Brennraum.

Beim Verfeuern von Holz entsteht im Vergleich mit anderen Brennstoffen vergleichsweise viel Ruß – dies gilt insbesondere für nicht vollständig getrocknetes Holz.


Wie kommt es zur Ruß-Entzündung?

Rußbeschichte Kamine können zum Beispiel durch Funken oder Flammen, welche durch den Abgasanschluss in den Kamin gelangen entzündet werden.

Weitere begünstigende Faktoren sind:

 Gefahren bei einem Kaminbrand:

Bei einem Kaminbrand können Temperaturen von bis zu 1400°C entstehen.

Daher besteht für das gesamte Gebäude eine erhöhte Brandgefahr.

Durch Funkenflug, Wärmeleitung und Wärmestrahlung besteht ein besonderes Risiko der Brandausbreitung.

Kritische Bereich im Gebäude sind zum Beispiel nicht ordnungsgemäß verschlossene und unbenutzte Anschlüsse, Risse am Kamin, Elektroleitungen oder auch brennbare Bauteile die direkt an der im Brandfall stark erhitzten Kaminwand anliegen.

Weiterhin können von vorhandenen Kaminaufsätzen abfallende Glutbrocken das Dach entzünden.

Bei Kaminbränden dehnen sich die Rußbeläge durch die Hitzeeinwirkung massiv aus. Der Querschnitt des Kamins wird verkleinert oder verschließt sich komplett. In der Folge kann der Rauch nicht mehr abziehen und tritt an undichten Stellen oder Reinigungsöffnungen im Gebäude aus.

Verhalten bei einem Kaminbrand:

 Wichtig:
Niemals den Brand mit Wasser löschen!

Die Bekämpfung eines Brandes mit Wasser oder Schaum bei einem Kaminbrand verschlechtert die Situation schlagartig.

Die hohen Temperaturen innerhalb des Kamins würden das Wasser zum verdampfen bringen. Der explosionsartig entstehende Wasserdampf würde den Kamin im schlimmsten Fall zum Platzen bringen. Ein Eimer mit Wasser = 10 Liter ergibt bei Änderung des Aggregatzustandes – von flüssig in gasförmig – eine Volumenvergrößerung auf 17.000 Liter Dampf.

Das richtige Verhalten kann in den meisten Fällen größere Schäden und ein Ausbreiten des Brandes verhindern.

Was macht die Feuerwehr?

Vorbeugende Maßnahmen:

Tags: Kaminbrand, Wasserdampf, Feuerwehreinsatz, Brennholz, Kaminkehrwerkzeug, Sicherheitstipps, Sicherheitshinweise, Glanzruß, Ruß

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